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“Die Zeit ist dafür reif”: 24 Stunden nur die Bibel
Zum Startschuß für ein einmaliges christliches Fernsehprogramm: “Bibel TV”
aus idea, von Henning Röhl

Warum “Bibel TV” und warum gerade jetzt?
Die digitale Empfangs- und Satellitentechnik führt dazu, daß immer mehr Fernsehprogramme zu sehr viel geringeren Kosten als bisher verbreitet und empfangen werden können. Spartenkanäle werden möglich – Sender also, die kein gemischtes Programm haben, sondern die sich mit einer einzigen Thematik an ein besonders interessiertes Publikum wenden. Auch der Bibelkanal wird ein solcher Spartenkanal. In ihm gibt es keine Nachrichten, keine Sportberichterstattung, keine Shows und schon gar keine Werbung. Über diesen Sender wird nur eine Botschaft verbreitet: die Heilige Schrift.

24 Stunden lang nichts als die Bibel – wird das nicht auf Dauer eintönig?
Die Initiatoren von “Bibel TV” sind überzeugt, daß die Heilige Schrift nie langweilig wird, aber sie wissen auch, daß der neue Kanal große Herausforderungen an sie stellt.
Bibellesungen gehören ins Programm, Dokumentationen über biblische Stätten und verfilmte biblische Geschichten für Kinder und Erwachsene ebenso. Filme gibt es übrigens in großer Anzahl. Nicht so viele in Deutschland, sondern vor allem in Amerika. Hunderte von Bibelfilmen sind dort vorhanden. Hollywood hat die Bibel längst wieder entdeckt. Nicht mehr als Vorlage für Schnulzen oder Melodramen, sondern als Quelle für die realistische filmische Umsetzung der Guten Botschaft.

Eine ökumenische Aktion
Den Anstoß für “Bibel TV” hat der Bonner Verleger Norman Rentrop gegeben. Besonders beeindruckt war er von John Heymans Jesus-Film und fand schnell eine Gruppe von Gleichgesinnten, die mit ihm eine Initiative für Christliches Fernsehen starteten. Kaum ein Jahr ist vergangen, seit Rentrop den Anstoß gab, und es war nicht allzu schwer, einen Gesellschafterkreis zu finden, der bei der Gründung von “Bibel TV” am 11. Januar in Bonn dabei war. Evangelische, katholische und freikirchliche Gruppierungen machen mit, christliche Medienschaffende aus dem traditionellen Fernsehen und von den sogenannten neuen Medien.
Das Konzept ist klar: Die Bibel allein steht im Mittelpunkt. Keine theologischen Diskussionen werden das Programm bestimmen. Nur die Bibel ist überkonfessionell, nur sie schafft auch Einheit. “Zweck der Gesellschaft ist die Verbreitung der biblischen Inhalte über elektronische Medien,” heißt es schlicht und bestimmt in der Satzung von “Bibel TV”. “Die Gesellschaft will das geistliche und kulturelle Leben in Deutschland und Europa fördern und möglichst viele Menschen mit der Bibel in Verbindung bringen.”

Die Zahl der Digital-Empfänger steigt schnell
Ab Herbst soll “Bibel TV” über einen digitalen Satelliten verbreitet werden. Zunächst werden es nur einige hunderttausend Haushalte sein, die das Programm empfangen können. Aber die Zahl der digitalen Empfangsgeräte steigt schnell. Die Grundfinanzierung für die ersten Jahre ist gesichert. Aber auch hier gilt: Je größer der Etat, desto ansprechender kann das Programm werden. Für die dauerhafte Finanzierung werden die Macher sich einiges einfallen lassen. Nicht von ungefähr ist “Bibel TV” als gemeinnützige GmbH organisiert.

“Bibel TV” wird bald Anhänger und Freunde gewinnen.
Davon sind die Initiatoren überzeugt. Auch in Deutschland wird man sich wieder vermehrt mit der Heiligen Schrift beschäftigen. Die Zeit ist reif dafür.

Der Autor, Henning Röhl (Leipzig), war Fernsehdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Er ist Geschäftsführer und Mitinitiator von “Bibel TV”.



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